Düsseldorf jubelt, Gladbach Letzter

Der erste Zweitligist, der in der achtjährigen Historie beim Telekom Cup mitgespielt hat, ist nicht Letzter. Fortuna Düsseldorf gewann das kleine Finale vor heimischer Kulisse souverän mit 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach. Für Gladbachs Neu-Trainer Dieter Hecking wurde das Testturnier zum Fehlstart.

"Das war überhaupt nicht das, was wir uns von dem Turnier hier erhofft haben. Wir haben viel zu viele Räume in der Rückwärtsbewegung freigegeben. Da muss sich der ein oder andere schon mächtig steigern bis zum Rückrundenauftakt in einer Woche", nahm Hecking nach dem Niederrhein-Derby kein Blatt vor den Mund.

Es gab auch keinen Grund dafür, denn Gladbach spielte von der ersten bis zur letzten Minute weit unter dem eigenen Leistungsvermögen – und machte es den Fortunen viel zu leicht. In der 3. Spielminute nutzte Kaan Ayhan ein wildes Durcheinander in der Gladbacher Hintermannschaft. Jannick Vestergaard, der Pechvogel vom Halbfinale, schaute wie seine Kollegen zu, wie Ayhan die Heimmannschaft mit einem humorlosen Flachschuss in Führung kickte.

In der 7. Minute traute Hecking seinen Augen nicht, denn sein Team präsentierte ein katastrophales Abwehrverhalten. Profiteur war Youngster Emmanuel Iyoha, der Peter Sippel zum 2:0 überwinden konnte.

Nach wenigen Minuten war die Partie damit eigentlich fast gelaufen, denn Gladbach mühte sich sichtlich. Kevin Akpoguma und Jerome Kiesewetter vergaben einen Fernschuss und einen Versuch aus kürzester Distanz zum endgültigen K.o., aber bis auf eine Chance in der 37. Minute kam von Gladbach ohnehin zu wenig.

Die Bilanz: Kein Tor für Gladbach und Turnier-Letzter, kein Gegentor (in der regulären Spielzeit) für Düsseldorf und Dritter. Friedhelm Funkels Truppe scheint bestens gerüstet, während Hecking noch eine Menge Arbeit vor sich zu haben scheint.

Zurück