Die Mannschaft von Werder Bremen

Werders wundersame Wandlung

Werder Bremen erzählt die Geschichte der aktuellen Bundesliga-Saison. Vor der Winterpause in höchster Abstiegsnot, träumen die Fans der Nordlichter mittlerweile wieder von internationalem Fußball, so dass im Stadion zuletzt schon nach einem 3:0 über Schalke 04 „Europapokal, Europapokal!“ aus den Fanblöcken schwappte.

Wir träumen nicht!“, hatte Coach Alexander Nouri dabei klar festgehalten, wenngleich das Träumen aus Fansicht mit Sicherheit erlaubt sein dürfte. Wie kommt es zu Werders wundersamer Wandlung, wobei die Hanseaten mitunter sogar gewinnbringender unterwegs waren als der große FC Bayern?

Es sind anscheinend die grundlegenden Fußballtugenden, die Nouri und seine Mannen zurück in die Erfolgsspur gebracht haben: Teamspirit, Akribie, Einstellung & Disziplin. „Wir haben eine Gemeinschaft des Willens“, so Nouri, der Werder aus der Krise gelotst hat und es zur Team der Stunde reifen ließ.

Geld schießt keine Tore, eine Mannschaft muss eine Einheit sein – so platt und abgedroschen die Phrasen klingen mögen, auf Werder treffen sie wohl zu. Denn auch beim Blick auf den Kader wird den ganz Großen im Geschäft vermutlich noch nicht angst und bange: Claudio Pizarro, Max Kruse, Zlatko Junuzovic, Serge Gnabry und Thomas Delaney sind die Stars der Mannschaft.

Dabei steht in den Sternen wie es mit dem umworbenen Youngster Gnabry weitergeht, was Altstars wie Pizarro machen. Für den Moment scheint Bremen sich jedenfalls gefunden zu haben, fraglich ist, ob es sich nach der Saison erneut erfinden muss. Die Qualitäten dazu hat Nouris Truppe längst bewiesen.

Auf die Cup-Historie bezogen: Bereits 2012 nahm Werder einmal am Telekom Cup teil – damals in Hamburg. Die Hanseaten watschten dabei erst im Halbfinale im Elfmeterschießen den FC Bayern ab, um sich im Endspiel – ebenfalls im Elfmeterschießen – dann gegen Dortmund durchzusetzen. Vor namhaften Gegnern schreckt Werder sicher nicht zurück, auch diesmal nicht.