Die Mannschaft von TSG Hoffenheim

Auf dem Weg in die Königsklasse

Kaum ein Klub polarisiert wie Hoffenheim, über kaum einen Klub wird aktuell so viel gesprochen wie Hoffenheim. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die TSG ist auf der Überholspur unterwegs in Richtung Champions League – nicht zuletzt wegen des sympathischen Trainers Julian Nagelsmann.

Der jüngste Coach (29) der Liga schafft bei Hoffenheim eine Atmosphäre zwischen sich und den Stars auf Augenhöhe. Gefühlt ist er „einer von ihnen“, gefühlt stünde er am liebsten selbst auf dem Rasen und würde mitkicken. Aber auch als Coach spricht er die Sprache seiner Schützlinge und beweist dabei trotz seines jungen Alters, dass er so gut wie immer die richtigen Entscheidungen treffen kann.

Hoffenheim steht für attraktiven Konterfußball, für technische Raffinesse, für Durchschlagskraft und Leistungsvermögen. Der Trainer kreierte so etwas wie eine verschworene Gemeinschaft, die in der Vorsaison dem Abstieg von der Schippe sprang – und nun an der ganz großen Sensation schnuppert. Ein paar Siege noch – und Nagelsmann krönt die perfekte Saison mit der Königsklasse.

Der Anreiz ist gewaltig – und die Spieler hängen sich von Spiel zu Spiel rein als gäbe es kein Morgen. Andrej Kramaric spielt die Saison seines Lebens, Sandro Wagner steht immer goldrichtig, Joker Adam Szalai kommt mit besserer Torquote daher als Bayerns Lewandowski.

Aber so groß die Euphorie bei Hoffenheim ist, Nagelsmann wird nach der Saison mit ganz natürlichen Problemen zu kämpfen haben. Der große sportliche Erfolg ruft Interessenten auf den Plan: So sind Niklas Süle und Sebastian Rudy schon Neu-Bayern und über viele der Säulen des hoffenheimschen Erfolgs wabern Gerüchte im Netz. Was macht Nadiem Amiri, wie geht es mit Kerem Demirbay & Co. Nach 2016/17 weiter – und was macht Julian Nagelsmann aus einer zum Teil neu formierten Truppe? Eine erste Antwort gibt’s beim Telekom Cup!